
25.7.2011 – Erfahrungsbericht von Thomas Lachetta
Hier in meinem Ort (nahe Berlin) gehe ich ca. zweimal die Woche zu einer Dönerbude, um mir dort einen oder auch mal zwei Döner zu holen. Der Döner kostet hier 2,50 Euro. Der Preis ist üblich für diese Region. Der Geschmack der Döner in dieser Dönerbude ist mittelmäßig. Es gibt in anderen Dönerbuden geschmacklich bessere, aber auch geschmacklich “schlechtere” Döner.
Während ich da also in dieser Dönerbude vor dem Thresen stehe, nachdem ich mir einen Döner bestellt habe, fallen mir in dieser Dönerbude besonders viele Uneinstimmigkeiten auf die im Verhältnis zu einem islamisch-tarditionell gehaltener Dönerbude stehen.
Doch was ist hier anders?
Fangen wir mit den Kühlschränken an. Dort werden neben Ayran, Bananenmichshakes und Mineralwasser, auch Coca Cola und Alkohol verkauft.
STOP!
Alkohol?
Ja! Alkohl. Für einem Molsem ist Alkohol tabu. Dennoch verkauft der Dönerbudenbesitzer hier Alkohol.
Mein Blick wandert weiter. Es stehen in einer Ecke drei (Geld-)Spielautomaten, an denen fast immer mindestens Einer spielt.
Stop!
Spielautomaten?
Ja! Spielautomaten. Dabei ist es doch nach dem islamischen Glauben verboten Glücksspiele zu spielen, wo es ums Geld geht.
Schaue mich also weiter um und sehe an einem der Esstische einen Mann, der “Thor Steinar”-Klamotten trägt.
STOP!
Thor Steinar-Klamotten?
Ja! Thor Steinar-Klamotten. Dabei tragen solche Klamotten doch (fast nur) Nationalisten, Rechtsradikale und Nazis. Und dennoch zählt auch dieser Mann zum Kundenkreis des türkischen Dönerbudenbesitzers.
Ganz schön traumatisiert von meinen gesammelten Eindrücken kommt aus dem Off die Stimme des Dönermenschen:
Dönermensch. “Mit schaaf?”
Ich: “Nein, ohne Schaaf.”
Dönermensch: “Welche Soße?”
Ich: “Kräuter- und Knoblauchsoße, bitte.”
Dönermensch: “Salat komplett?”
Ich: “Ja, Salat alles”
Während der Dönermensch mir also grad meinen Döner mit den von mir gewünschten Beilagen bereichert, wandert mein letzter kritischer Blick auf die Anzeigentafel über den Thresen. Ich suche nach der Aufschrift “halal”. Kann diese aber nirgends finden.
STOP!
Ein Dönerladen, der seine Döner nicht halal zubereitet?
Ja! Ein Dönerladen, der seine Döner offensichtlich nicht nach halal-Maßstäben zubereitet. Normalerweise ist es ein islamisches “Gesetz”, dass Moslmes nur “halal”-Fleisch essen dürfen. Wer jetzt nicht weiß was “halal” heisst: Halal ist, wenn man ein Tier mit einem Messer absticht und das Blut auslaufen lässt bis das Tier SEHR qualvoll stirbt. Das ist ein islamischer Brauch, Tiere so zu töten. Ich möchte GANZ STARK DARAUF hinweisen, dass ich es SEHR begrüße, dass dieser Dönerladen offensichtlich sein Dönerfleisch nicht halal zubereitet.
Fazit:
Manche Dönerläden verlieren also nach meinen geschilderteten Beobachtungen ihre islamische Identität. The Döner goes WEST! Der Kapitalismus erreicht die Dönerbuden Deutschlands.
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