
Thomas Lachetta war insgesamt 8 Stunden lang unterwegs :( nur um eine einzige Klausur schreiben zu können.
24.5.2011 – von Thomas Lachetta
Am 23. Mai 2011 haben Linksextreme das Verkehrsnetz der öffentlichen Verkehrsmittel in Berlin mit einem Brandanschlag auf eine wichtige Kabelleitung ins Chaos gebracht. Hundertausende (!) kamen zu spät bzw. gar nicht zur Arbeit (oder zur Schule).
Hier mein (Thomas Lachetta) persönlicher Erfahrungsbericht:
So sah mein Hinweg gestern zu meiner Schule aus:
Um 7:43 Uhr verließ ich das Haus. Ich fuhr mit dem Fahrrad zum Bahnhof Chemnitz. Dort dann die Schock-Nachricht für mich. Stromausfall! Keine S-Bahn fuhren. Also ging ich zum Regionalexpress -Gleis. Aber auch dort fuhr nix. Erst nach ca. 40 Minuten kam der RE. Dieser aber fuhr nicht zum “Osbahnhof”, sondern blieb erstmal auf der Höhe von Berlin-Friedrichshagen stehen und musste UMGELEITET werden. Nach ca. 20 Minuten Standpause fuhr er dann weiter. Als ich in Lichtenberg ankam, musste ich das Gleis wechseln. Und da dauerte es wieder lange bis ein Zug zum Ostkreuz fuhr.
Dann am Ostkreuz angekommen, der nächste Schock. Es fuhr nur die Ringbahn (sehr unregelmäßig). Die S8 Richtung Flughafen Schönefeld fiel ganz aus.. Laut Ansage sollten alle die, die in Richtung Schönefeld wollen, die Ringbahn bis Treotower Park benutzten und von da aus den Bus nehmen. Ich fuhr also mit der Ringbahn zum Treptower Park und musste dann eine Stunde lang auf den richtigen Bus warten.
Der fuhr dann zur Baumschulenstr, welche in der Nähe meiner Schule auch ist. Ich betrat erst um 11: 25 Uhr den Klassenraum ! Dabei hätte ich schon um 8:45 Uhr da sein sollen !! Ich war als fast 4 Stunden war ich unterwegs!
Die Rückfahrt war auch heftig!
Ich dachte, die S-Bahnen würden wieder fahren. Aber ein Mann, der am S Bahnhof Baumschulenweg stand, sagte mir, dass ich gar nicht erst zu den Gleisen hoch gehen brauche, da keine S- Bahn fahren würden. Also suchte ich erstmal die richtige Bushaltestelle, die mich zum Bahnhof Schöneweide bringen konnte. Der Bus kam erst nach ca 40 Minuten !
Dann in Schöneweide angekommen stieg ich direkt in die Strassenbahn um, die zum Glück fuhr. Sie hätte bis zum S Bahnhof Köpenick fahren sollen, doch dieser hielt zwei Haltestellen vor dem eigentlichen Ziel an, weil wegen Bauarbeiten keine Strassenbahnen bis zum S Bahnhof Köpenick durchfahren konnten. Also lief ich zu Fuß das Stück von etwa 2 Kilometer. Am S-Bahnhof Köpenick dann angekommen, die nächste Schockmeldung. KEIN Zugebetrieb! Wie man nach Chemnitz kommt? KEINE AHNUNG. Dann erzähle mir jemand, ich solle die Buslinie 61 nehmen und zur Baustelle zurückfahren. Hitze! Die Sonne prallte auf mein Kopf. Kopfschemzten begleiteten mich die ganze Zeit. Dann kam der Bus. VOLL !!!! wie auch alle anderen Busse an diesem Tag bis dahin es waren!
An der Baustelle angekommen, erstmal wieder warten bis endlich nach etwa 30 Minuten einen Schienenerstazbus nach Berlin-Rahnsdorf fuhr. Dieser war so überfüllt, dass sich der Busfahrer weigerte loszufahren. Ein paar stiegen dann aus.
Auf der langen Fahrt von Köpenick nach Rahnsdorf stiegen dann u.a. ein älteres Ehepaar ein. Die Frau sagte zu ihrem Mann. “Ach sieh mal da, der junge Mann wird dir bestimmt Platz machen” und zeigte auf einen Jungen (ca. 16 Jahre) der auf einem Einzelsitz ganz vorne saß und neben ihn sein Freund (auch ca. 16 oder 17) stand. Eine andere ältere Dame meinte dann aber: “Der macht kein Platz, auch ich muss hier weiterhin stehen”.
Armes Deutschland.
Der Junge blieb die ganze Zeit weiterhin da sitzen.
Dann in Friedrichshaegn stiegen die beiden Jungs aus. Eine von ihnen sagte noch “Ich muss an die frische Luft endlich”. Kurz darauf haben die Fahrgäste bemerkt, dass es gestunken hat. der Typ hatte absichtlich, kurz bevor er den Bus verlassen hatte gefurzt.
Armes Deutschland. Man schimpft ja in letzter Zeit immer auf die jugendlichen Ausländer. Aber ich muss sagen, dass auch jugendliche Deutsche Schweine sind.
Dann in Rahnsdorf angekommen fuhr der Bus nicht den S Bahnhof Rahnsdorf an, sondern hielt an einer normalen Bushaltestele. Von da an fuhr kein Bus weiter nach Chemnitz. Ich fragte einen Jungen, wo denn der S Bahnhof Rahnsdorf sei, doch dieser sagte mir, dass da keine Züge fahren würden. Also suchte ich ne Bushaltestelle, bis ich die richtige fand. Dort musste ich wieder ca. 20 Minuten warten. Dann kam der Bus und hatte nochmal ca 20 minuten bis nach Chemnitz gebraucht. In Chemnitz angekommen, musste ich erstmal ein kleines Stück laufen, um mein Fahrrad abzuholen. Hab dann noch Geld abgehoben und bin zum REWE gegangen. Als ich Zuhause ankam, war es schon 18:30 Uhr !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Und das obwohl ich um 14:35 Uhr von der Schule losging.
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