
03.12.2010 – von Thomas Lachetta
Lena Meyer-Landrut gewann in diesem Jahr den Eurovision Song Contest in Oslo. Nächstes Jahr wird also der “ESC” in Deutschland stattfinden. Düsseldorf erhielt dafür den Zuschlag. Warum der ESC 2011 nicht in Köln stattfinden wird, versuche ich euch jetzt mit meinem Artikel zu erklären :)
Es kursieren derzeit Meldungen im Internet rum, dass die Fraktionen im Kölner Stadthaus vereinbart haben sollen, alle Anträge der rechtsextremen Bürgerbewegung Pro Köln abzulehnen. Und weil die Fraktion von Pro Köln einen Antrag zur Ausrichtung des Eurovision Song Contest 2011 in Köln gestellt hat, soll das mit ein Grund sein, dass der Eurovision Song Contest 2011 nicht in Köln stattfinden wird, da die anderen Parteien im Zuge ihrer Vereinbarung auch diesen Antrag von Pro Köln abgelehnt haben soll.
Um zu erfahren, ob diese Meldung stimmt, habe ich die Kölner Fraktionen der SPD, CDU, Die Linke, FDP, Grünen und Pro Köln dazu befragt. Geantwortet haben mir die Fraktion der SPD und die Fraktion von Pro Köln.
Gereon Breuer (der Fraktionsreferent von Pro Köln) antwortet:
ja es gibt ein dementsprechendes Übereinkommen der Altparteien, um pro Köln ins Leere laufen zu lassen. Ganz offen wurde dies mal von der
Grünen-Fraktionsvorsitzenden Barbara Moritz (einer Hauptschullehrerin, die zu faul zu arbeiten ist und sich wegen ihrem kommunalen EHRENAMT beurlauben hat lassen) gesagt:“Selbst wenn draußen die Sonne scheint und Pro Köln feststellen würde, daß eben draußen die Sonne scheint, würden wir das ablehnen”.
Auch Bernd Schöppe (Fraktionsmitglied von Pro Köln) antwortete:
Die Grünen haben im Kölner Stadtrat erklärt, daß sie unsere Anträge generell ablehnen.
Bein ESC war es, soweit ich mich entsinne, so, daß es eh schon abzusehen, war, daß der nicht nach Köln kommt, was für uns ein Grund mehr war zu beantragen , daß der Rat den OB auffordert, sich in der Angelegenheit stark zu machen.
Die ausführliche Antwort des Fraktionsvorsitzenden der Kölner SPD, Martin Börschel (welcher auch Abgeordneter der SPD im nordrheinwestfälischem Landtag ist) klang schon a weng sachlicher und freundlicher:
In der Tat ist es derzeit gängige und von den demokratischen Fraktionen im Kölner Stadtrat einvernehmlich akzeptierte Praxis, die Initiativen und Eingaben der rechtsextremen
Fraktion pro Köln mit der geringstmöglichen Aufmerksamkeit zu behandeln, um dieser Gruppierung möglichst kein Forum zur Verbreitung ihrer fremdenfeindlichen Parolen zu geben.Keinesfalls erfolgt die Austragung des Eurovision Song Contests 2011 nur deshalb nicht in Köln, weil der Rat hier einem populistischen Antrag von pK nicht gefolgt ist. Die Gründe hierfür sind vielmehr ausschließlich sachlicher Natur.
Letztlich blieb die Suche nach einem geeigneten Veranstaltungsort für die Austragung des European Song Contest (ESC) 2011 in Köln trotz aller Bemühungen mangels
geeigneten Angebots ergebnislos. Ausschlaggebend für den Verzicht auf die Bewerbung um den ESC 2011 war schließlich die vom Veranstalter gestellte Forderung nach der Bereitstellung der Räumlichkeiten für den Zeitraum vom 04.April 2011 bis 17.Mai 2011.
Der Großteil der Kapazitäten für diesen langen Zeitraum (6 Wochen) waren sowohl in der Lanxess-Arena, der koelnmesse und der Magic Media Company (MMC) durch
langfristig eingegangene Verpflichtungen anderweitig gebunden. Nach langen intensiven Gesprächen mit den Verantwortlichen der privatwirtschaftlich geführten Lanxess-Arena, der koelnmesse und der Magic Media Company (MMC), in deren Verlauf alle Optionen von möglichen Umdisponierungen erörtert wurden, kamen die Beteiligten deshalb letztlich überein, auf eine gemeinsame Bewerbung für den Eurovision Song Contest (ESC) 2011 zu verzichten.Für den genannten Zeitraum liegen für die in Frage kommenden Veranstaltungsorte verbindliche Buchungen von nationalen und internationalen Großkunden mit langjährigen
vertraglichen Vereinbarungen vor. Diese Buchungen nun für einen Zeitraum von 6 Wochen abzusagen oder in andere Lokationen innerhalb oder außerhalb Kölns zu verlegen, war laut Aussage der Austragungsstätten Lanxess arena, koelnmesse, Magic Company sowie der Veranstalter unmöglich. Der aus der Absage eingegangener Verpflichtungen zu erwartende Vertrauensverlust auf Seiten der Kunden und die daraus resultierenden Imageschäden waren für die Verantwortlichen nicht hinnehmbar.Aus diesem maßgeblichen Grund hat sich die Stadt Köln nicht um die Austragung des ESC 2011 beworben, obwohl sie sich als Medien- und Eventstadt in der Ausrichtung
von Großveranstaltungen national wie international mehrfach ausgezeichnet hat, und gerne auch die zu erwartende stadtweite Begeisterung für dieses Event
mit allen Kölner und Kölnerinnen- sowie auch mit allen Gästen -auf public viewing-Flächen im Herzen der Stadt gefeiert hätte.Zusammen mit Oberbürgermeister Jürgen Roters bedauert die SPD-Fraktion den Verzicht auf die Bewerbung um den ESC 2011. Gleichzeitig erfreut uns allerdings die hohe Auslastung der Veranstaltungsorte in Köln. Die Lanxess Arena nimmt die Spitzenreiterposition als weltweit bestbesuchte Arena ein. Dies legt Zeugnis ab über die Vitalität und Vielfalt der in Köln entstandenen Veranstaltungsszene.
Die Gründe, warum der Eurovision Song Contest 2011 nicht in Köln stattfinden konnte hat Herr Börschel mit diesem Schreiben absolut versändnisvoll beschrieben, wie ich finde. Und ich kann mit dieser Antwort es sehr gut nachvollziehen, dass Köln wohl nicht die geeignete Stadt für den ESC gewesen wäre.
Jedoch bin ich der Meinung, dass wenn man schon der rechtsextremen Partei Pro Köln die geringstmöglicheste Aufmerksamkeit geben wolle, dass dann die Linkspartei ebenso behandelt werden sollte. Im nordrhein-westfälischen Verfassungschutzbericht aus dem Jahre 2008 findet man auf Seite 18 folgende Zeilen:
Zudem pflegt sie [Die Linke] intensive Kontakte zu extremistischen Gruppierungen außerhalb der Partei, auch zu ‘Autonomen’, die Gewaltanwendung als Mittel der politischen Auseinandersetzung bejahen. Hinzu kommen freundschaftliche Auslandskontakte zu Parteien bzw. Regimen mit einem fragwürdigen Verhältnis zu den Menschenrechten.
Schliesslich werden die Linkspartei und Pro Köln vom nordrheinwestfälischen Verfassungsschutz beobachtet und nicht nur Pro Köln allein.
Ich Danke jedenfalls Pro Köln und der SPD für die Beantwortung meiner Fragen :) Fühle mich geehrt, dass mir sogar ein “MdL” (Martin Börschel) geantwortet hat :)



















































































































































































































































Absolute Zustimmung zu diesem Artikel.
Was ich schade finde ist dass in Pro auch einige orientalische Christen sind die vor dem politischen Islam geflohen sind und denen sonst keine Partei zuhört.
Wie wäre es wenn die großen Parteien sich endlich mal um Menschenrechte in den Heimatländern dieser Menschen scheren würde?
Dann müssten diese nicht in zwielichtige rechtsradikale Parteien eintreten damit überhaupt jemand zuhört.
Nur einen Antrag abzulehnen, weil sie von einer Organisation kommt, die ich ablehne ist genauso radikal. Da fehlt die Objektivität. Hier wurde nicht f ü r eine Stadt gedacht sondern g e g e n eine Vereinigung. Das ist antidemokratisch. Man könnte dazu auch faschistisch sagen.
Gegen alles!
Ich würde sogar diese deutschfeindliche Partei der Grünen verbieten!
Dies wollen Demokraten sein???
Nein Danke
So ein schwachsinn! Du bist ein getarnter linker
autonomer. Ich kenne Berlin.Jeder normale bürger
kann dir sagen vor welchen menschen er angst hat.
Es sind kiminelle gangs bestehend aus ausländern!
Um es deutlich zu sagen Türken+Araber. Wo sind den
deine Nazihorden? Jedem Deutschen dem seine eigene
kultur näher steht als eine fremde ist automatisch
rechtextrem. Wen du die deutschen nicht magst wander aus! Verfassungsbericht 2008? Lese bitte
die kriminalitätsstatistik 2011.Das bildet!!